Zwei Stunden Politik im Dialogformat: Bundestagsmitglied Kai Whittaker (CDU) stellte sich im Obertsroter Kirchl den Fragen aus dem Kreis der zahlreich gekommenen Gäste. Die CDU Verbände aus Gaggenau und Gernsbach hatten eingeladen, um ohne lange Vorreden direkt in den Austausch zu kommen. Bundestagsabgeordneter Whittaker gab einen kurzen Impuls zu den vielfältigen geopolitischen Herausforderungen. „Noch nie gab es so viele große Konfliktherde“ skizzierte er die Weltlage zwischen China, Russland und dem Iran.
Die Fragen an den Abgeordneten schwenkten direkt auf die innenpolitischen Themen, vor allem zu den großen Reformthemen der Gesundheit und Rente. Kai Whittaker schilderte die parlamentarische Arbeit dazu, die von komplexen Detailthemen geprägt ist. Auch die Zusammenarbeit in der Koalition, im Ringen um gemeinsame Lösungen mit der SPD schilderte Whittaker aus seiner Berliner Arbeit. Das Schlechtreden des Gesetzgebungsverfahrens helfe nicht, noch nie habe der Bundestag mehr und in dichter Reihenfolge Änderungen angeschoben. Im Juni kommen die Vorschläge der Rentenkommission, die zur Krankenkasse laufen aktuell ins Gesetzgebungsverfahren so Whittaker. „Ohne Reformen wird es nicht gehen und es werden Belastungen gerecht zu verteilen sein“ so der Tenor. Whitttaker verwies auf den Umbau des Bürgergeldes zur Grundsicherung und die Einführung des Industrie-Strompreises. „Wir müssen die Wirtschaft wieder ankurbeln“. Das habe Priorität.
Auch die aktuellen Umfragewerte zu Regierung und Personal wurden intensiv diskutiert. Die AfD hat keine Lösungen, nur Parolen, der Protest an der Wahlurne tragen nicht, so die Einschätzung aus den Reihen der CDU. „Wir müssen die Probleme lösen und liefern“ so Bundestagsmitglied Kai Whittakter. In seinem Schlusswort griff Gernsbachs CDU-Stadtverbandsvorsitzender Thalib Amad die aktuelle Situation in Gernsbach auf und rief dazu auf, das ehrenamtliche Engagement nicht zu reduzieren, auch wenn aktuell die Streichliste aus dem Rathaus wie ein Schlag ins Gesicht der Vereine wirkt. „So kann man mit den Vereinen und den engagierten Gruppen nicht umgehen“ so die einhellige Meinung. Bürgermeister und die Mehrheitsfraktionen aus SPD, FBVG und Grünen haben mit dem Vorgehen Porzellan zerschlagen. „Alle reden von einer Politik des Gehört Werdens, nur in Gernsbach passiert das Gegenteil“.




